Unwort des Jahres

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„Sprachpolizei will Kritik an Klimaschutz ächten“ – ist das so?

Klimahysterie wird Unwort des Jahres 2019

Die Jury der Unwort-Aktion will gegen den Gebrauch sachlich unangemessener oder inhumaner Kommunikation wirken. Ist doch klar, dass dabei die (politischen) Einstellungen der Jury-Mitglieder eine entscheidende Rolle spielen.

Die Stigmatisierung von „Klimahysterie“ als Unwort des Jahres ist natürlich ein politischer Akt, mit dem ein verbreiteter Begriff als „rechts“ geächtet werden soll. Die Grenzen des Sagbaren sollen verschoben werden, das versuchen blau-rechte wie links-grüne andauernd. Oft sind sie damit auch erfolgreich.

Die Überschrift der BILD trifft also durchaus zu. Aber die eigentliche Frage ist doch: Warum lassen wir uns von einer Gruppe weitestgehend unbekannter Menschen mit politisch eindeutigem Sendungsbewusstsein die Sprache verbieten? Viele regen sich über die moralischen Besserwisser auf – und gehorchen dann doch, indem sie ihre Sprache selbst verstümmeln.

Blau-braune wie auch grün-rote haben nur dann Macht über uns, wenn wir das zulassen.

Also: Nicht blind gehorchen, selber denken!

PS: Die Bezeichnung „Unwort“ verstößt als negativierte Variante der Alternativlosigkeit gegen Punkt 2 der Grundsätze der Unwort-Aktion. Die Begründungen zu den jeweiligen „Unwörtern“ verstoßen ebenfalls oft gegen diese Grundsätze. Aber Widersprüche in sich stören bei linken/ rechten Aktivisten meistens nicht.

PPS: Ja, die Auswahl der „Unwörter“ ist in toto schon sehr links-grün. Aber Sensibilisierung für Sprache ist generell nicht falsch und auch mit der Auswahl von „Unwörtern“ hat die Aktion manchmal den Finger in die richtige Wunde gelegt.

PPPS: Zu der ständigen Jury werden jedes Jahr auch Externe kooptiert. 2016 war das FDP-Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. In diesem Jahr wurde „Volksverräter“ zum Unwort gekürt.

https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/unwort-des-jahres-sprachpolizei-will-kritik-an-klimaschutz-aechten-kommentar-67323388.bild.html