Schleibrücke Lindaunis – FDP will niemanden zurücklassen

Schleibrücke Lindaunis – FDP will niemanden zurücklassen

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Dauerthema Schleibrücke Lindaunis:

Auch wenn der Kreistag in Schleswig einen Vorschlag des FDP-Fraktionsvorsitzenden Carsten-Peter Brodersen zur Rettung der maritimen Wirtschaft an der inneren Schlei brüsk zurückgewiesen hat, bleiben die Freien Demokraten mit den Gewerbetreibenden, der Bahn und dem Verkehrsministerium weiter im Gespräch. In Zusammenarbeit mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Kay Richert war es Brodersen bereits gelungen, gravierende Verbesserungen an den ursprünglichen Plänen zu erreichen. Dennoch machen die Freien Demokraten sich Sorgen um die Werften, Fahrgastbetriebe, Zulieferer und Winterläger. „Wir sollten uns große Sorgen um die Verlässlichkeit bezüglich der Brückenöffnungen in den nächsten Jahren machen, und für den Fall der Fälle einen Notfallplan bereit haben“, so FDP-Mann Brodersen. Wie berechtigt diese Sorgen sind, hat die erneute Sperrung der Brücke über den Jahreswechsel gezeigt.

Der Betrieb der Klappbrücke aus Kaisers Zeiten gestaltet sich schwierig, immer wieder kommt es zu Defekten aufgrund der Bauarbeiten für die neue Brücke direkt daneben. Die Schwierigkeit: Pendler und Landwirte brauchen zum Überqueren der Schlei eine geschlossene Brücke, der Schiffs- und Bootsverkehr ist auf eine geöffnete Brücke angewiesen. Wird die Brücke nicht wenigstens viermal am Tag zuverlässig geöffnet, bedeutet das für viele Betriebe der inneren Schlei das Aus. Das hat eine aktuelle Umfrage der IHK ergeben. Denn während Autos, Fahrräder, Fußgänger und Traktoren über andere Querungen ausweichen können, gibt es für Boote nur diesen einen Weg.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Kay Richert findet besonders das Auftreten der CDU unglücklich. Deren Mitglied Thomas Dethleffsen ist sowohl Bürgermeister von Boren und Lindaunis wie auch Kreistagsabgeordneter der CDU. Richert: „Ich kann verstehen, dass Herrn Dethleffsen sein eigener Ort und seine direkten Wähler wichtiger sind als die Interessen der Gesamtregion. Warum die CDU insgesamt die Gefahren für die Betriebe an der Innenschlei nicht sehen will, verstehe ich nicht.“ Richert fände es angebracht, wenn alle sich für eine Lösung einsetzen würden, die Land- wie Wasserstraßen berücksichtigt. „Wir sollten in dieser Situation alle berücksichtigen und niemanden zurücklassen.“

Das „Aktionsbündnis maritime Wirtschaft innere Schlei“ vertritt zusammen über 50 Betriebe und 200 Arbeitsplätze. Es begleitet die Pläne von Beginn an und bemüht sich konstruktiv um einen Ausgleich der Interessen aller betroffener. Allerdings sind einige stärker betroffen als andere. „Es ist allen Beteiligten bewusst, dass der unumgängliche Neubau mit Einschränkungen für die ganze Region verbunden ist“, so das Aktionsbündnis, „aber Pendler, Bahnreisende und andere haben doch Ausweichmöglichkeiten, Boots- und Schiffseigner nicht“.