Sechsspuriger Ausbau der Rader Hochbrück – ein gutes Signal für den Norden!

Sechsspuriger Ausbau der Rader Hochbrück – ein gutes Signal für den Norden!

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„Mit der Entscheidung, die Rader Hochbrücke sechsspurig auszubauen, geht Wirtschaftsminister Bernd Buchholz den richtigen Weg für eine gute Anbindung des nördlichen Schleswig-Holsteins!“, so FDP-Mann Kay Richert. Der Landtagsabgeordnete begrüßte den Ausbau in dieser Form, der am heutigen Montag vom Bundesverkehrsministerium genehmigt worden ist. „Das Signal für eine Stärkung des Nordens ist sichtbar“, so Richert weiter. Der nördliche Landesteil werde jetzt endlich wahrgenommen.

Der Ersatzbau für die marode Rader Hochbrücke im Zuge der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal wird nun doch sechsspurig. Nach mehreren Treffen mit dem Parlamentarischen Verkehrsstaatssekretär beim Bund, Enak Ferlemann, bekam Verkehrsminister Bernd Buchholz am Abend grünes Licht aus Berlin. «Das ist eine tolle Nachricht für Schleswig-Holstein,» sagte Buchholz. Klar sei, dass der Zeitplan gehalten werde. Denn: Die jetzige Rader Brücke hält nur noch bis 2026 – bis dahin muss die erste von zwei geplanten Zwillingsbrücken in Rade bei Rendsburg stehen. Die Kosten wurden bislang auf rund 290 Millionen Euro geschätzt. Damit habe er Erfolg mit seinem Vorstoß in Berlin für einen sechsspurigen Ausbau gehabt.

Wie Buchholz weiter sagte, habe er bei seinen Besuchen in Berlin versucht klarzumachen, wie wichtig die sechs Spuren seien, damit kein Nadelöhr entstehe. Bisher waren für die künftige Rader Hochbrücke vier Spuren plus Standstreifen vorgesehen.
«Das Bundesverkehrsministerium hat sich nach vielen Gesprächen umstimmen lassen», sagte auch der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU). Brackmann ist als Haushaltspolitiker für den Verkehrsetat zuständig. Das Land werde jetzt angewiesen, für die weiteren Planungen der Rader Hochbrücke einen sechsstreifigen Regelquerschnitt zugrundezulegen.
Nach Angaben von Buchholz und Brackmann hat vor allem das Argument durchgeschlagen, dass nicht nur starr auf die Verkehrszahlen, sondern auch auf die Qualität und die Sicherheit geachtet werden müsse. Eine vierspurige Brücke mit einem verbreiterten Standstreifen, den man im Bedarfsfall zu einer eigenen Spur umfunktioniert hätte, wäre dem nicht gerecht geworden.

Die Belastung der zu ersetzenden maroden Rader Brücke war zuletzt schon von täglich 42 500 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf 54 200 im Jahr 2015 gestiegen. Damit wurde bereits die für 2030 prognostizierte Zahl erreicht.
Mit Veröffentlichung der Ergebnisse der Straßenverkehrszählung 2015 Anfang des Jahres 2017 war laut Buchholz deutlich geworden, dass die Diskussion um einen zukunftsfähigen Querschnitt erneut geführt werden musste. Mit dem in 2015 festgestellten Verkehrsaufkommen auf dem Abschnitt der A7 zwischen der Anschlussstelle Büdelsdorf und dem Autobahnkreuz Rendsburg in Höhe von rund 54.000 Fahrzeugen pro Tag wäre die im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung für 2030 prognostizierte Verkehrsbelastung in Höhe von 54.000 Autos am Tag bereits erreicht gewesen.

In einem Verkehrsgutachten wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Zahlen die Prognoseberechnung für 2030 aktualisiert. Die neue Berechnung hat eine Verkehrsbelastung von 61.900 Kfz/24 h für 2030 ergeben. Diskutiert wurde dabei sehr intensiv mit dem Bund, welchen Einfluss die Kanaltunnelarbeiten Rendsburg haben. Gemäß den geltenden Richtlinien für die Festlegung von Querschnitten befindet man sich mit dieser Verkehrsbelastung im Grenzbereich zwischen einem 4-streifigen Autobahnquerschnitt und einem 6-streifigen Querschnitt.

„Seitens meines Hauses und der Planungsgesellschaft DEGES , die seit Anfang 2015 mit der Planung eines Ersatzbauwerkes für die Rader Hochbrücke betraut ist, ist ein sechsstreifiger Querschnitt befürwortet worden, um eine ausreichende Leistungsfähigkeit der Brücke garantieren zu könne“, so Buchholz. Im Hinblick auf die Gestaltung des Genehmigungsverfahrens soll es kurzfristig einen Abstimmungstermin mit der zuständigen Planfeststellungsbehörde geben.

Freude über grünes Licht für den sechsspurigen Ausbau der Rader Hochbrücke.
Freude über grünes Licht für den sechsspurigen Ausbau der Rader Hochbrücke.